moderne Orthopädie

Die Grundlagen der modernen Orthopädie wurden im 16. Jahrhundert gelegt, als die bis dahin dogmatische Medizin durch die naturwissenschaftliche Forschungsergebnisse ins Wanken geriet. Die Kenntnisse die heute die Wissenschaft bewart, wurden damals vor allem von Chirurgen vermittelt. Erst nach 1741 begann sich die Orthopädie als selbstständiges Fach zu entwickeln und abzugrenzen. Zu diesem Zeitpunkt veröffentlichte der französische Arzt Andry seine Schrift:
"Die Orthopädie oder die Kunst bei Kindern Deformitäten des Körpers zu verhindern und zu beseitigen".
Er schuf auch gleichzeitig das Wahrzeichen dem sich das Orthopädieschuhmacherhandwerk auch heute noch bedient. Es stellt einen jungen Baum dar, dessen verbogener Stamm mit einem Pfahl gebunden ist.
Um Krankheiten und Leiden des Bewegungsapparates zu erkennen, zu behandeln sowie zu verhüten, ist der Facharzt für Chirurgie und Orthopädie auf die Zusammenarbeit mit dem Orthopädieschuhmacher angewiesen. Die Orthopädieschuhtechnik nimmt eine wichtige Stellung innerhalb der allgemeinen Heilkunde ein, da die orthopädischen Krankheiten und Leiden weit verbreitet sind und durch die höhere Lebenserwartung, Unfälle und bewegungsarmes Leben weiter zunehmen.

